Ich wollte das auch nie umsetzen. Ich wollte kein Tech-Unternehmen gründen und schon gar nicht so etwas wie eine GEMA 2.0 werden. Tja, und wo finde ich mich jetzt wieder? Genau da drin.
Für alle, die das Projekt nicht kennen: CORPUS baut einen fairen, diversen, lizenzierbaren Trainingskorpus für Musik-KI, mit verbrieften Anteilen für alle, die mitbauen. Mehr dazu: corpus.music
Das letzte Jahr war in der Musik-KI ein wildes Jahr. Ich dachte immer wieder, jetzt müssten wir uns neu erfinden. Aber die grundsätzliche Hypothese ist unverändert gültig. Das ist das Erstaunliche. Das, woran wir arbeiten, ist genauso notwendig wie vorher.
Und ich merke es in den Diskussionen: beim WIPO-Forum, in Gesprächen mit der GEMA, mit Urheberrechtsanwälten, mit den Katalog-Inhabern, mit denen wir gerade die ersten strategischen Partnerschaften schließen, und mit den Industriepartnern, die unsere künftigen Modelle einsetzen wollen. Sie wollen sich mit der Musik-Community verbinden. Sie wollen Authentizität, und die bekommen sie über die Geschichte, die in diesem Korpus steckt. Immer wieder kommt zurück, dass das substanziell wertvoll ist, was wir da machen.
Das freut mich. Ob es auch gewollt wird, wird sich zeigen, über die nächsten Monate und Jahre. Der Vorschlag ist jedenfalls in der Welt, wir sind in der Public Beta. Macht mit und erzählt es euren Freunden: app.corpus.music
Foto: Hamburg Kreativ Gesellschaft


