RÜCKKEHR NACH REIMS von DIDIER ERIBON
in einer Theaterfassung von THOMAS JONIGK

Premiere: 18.01.2019, Schauspiel Köln, Depot 2
Regie: Thomas Jonigk
Bühne: Lisa Däßler
Kostüme: Esther Geremus

Musik/Sound: Mathis Nitschke
Synth programming: Jörg Hüttner
Choreographie: 
Teresa Rotemberg

Mit: Jörg Ratjen / Sabine Orléans / Nicki von Tempelhoff / Justus Maier / Nicolas Lehni / Laura Friedmann / Antonia Bockelmann / Campbell Caspary

Spieltermine: https://www.schauspiel.koeln/spielplan/monatsuebersicht/rueckkehr-nach-reims/

Fotos: Thomas Aurin

»Das, wovon man losgerissen wurde oder sich losreißen wollte, bleibt ein Bauteil dessen, was man ist.« Didier Eribons „Rückkehr nach Reims“ beginnt mit einem Ende: Der Tod des Vater führt den Sohn / Autor / Akademiker zurück in seine alte Heimat, in der er seit dreißig Jahren nicht mehr war. Er besucht seine Mutter, schaut sich mit ihr alte Bilder an und arbeitet die Familiengeschichte auf; eine Geschichte von Besatzung, Krieg, Zerstörung, Arbeiterbewegung und Entfremdung – eine Geschichte Frankreichs im Zeichen des Front National.
In Eribons „Rückkehr nach Reims“ verwischen die Gattungsgrenzen, mal ist sie soziologische Studie, mal emotional-biografische Erzählung eines im homophoben Umfeld aufwachsenden Jungen, mal Annäherung, mal strikte Distanzierung und mal ist sie reine Poesie.