Sounddesigner, Komponist, Regisseur
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Mephisto

Klaus Mann umriss in seinem Roman das zeitlose Tanzen auf dem Vulkan und den Sündenfall der Glamourösen. Ein Panorama seiner Zeitgenoss*innen, der Künstler*innen und Intellektuellen, Götterkinder der Goldenen Zwanziger, die vom Rausch auch nicht lassen wollten, als bereits Hakenkreuze über Babylon wehten. Vor allem aber ist der Text Porträt eines berühmten Schauspielers: Gustaf Gründgens. Inszenierung von Thomas Jonigk am Staatstheater Kassel.

Nur ihr wisst, ob wir es geschafft haben werden!

Ausgehend von einer allgegenwärtig spürbaren Endzeitstimmung fragen Emre Akal und sein Team danach: Was kommt nach der vorstellbaren Zukunft, nach dem Zusammenbruch der liberalen Demokratie und dem alten Europa, wie wir es kannten? In einer formal abstrakten Bilderwelt lassen sie dabei die Zukunft sich an der Vergangenheit reiben – stets daran denkend: Was hinterlassen wir als Gesellschaft heute, den Menschen der Zukunft und werden sie aus unseren Fehlern gelernt haben? Was bleibt von… uns?

… und die Musik spielt immer weiter …

Als Student hatte ich es mir zur Angewohnheit gemacht, die Musik nicht auszumachen, wenn ich die Wohnung verließ aber das gerade spielende Album noch nicht zum Ende gekommen war. Mir schien es respektlos der Musik gegenüber, sie einfach auszuschalten. Das, was da so in Schwingung gebracht wurde, sollte zu Ende schwingen dürfen. Über die Entstehung von "Small Places", einer Klanginstallation zum 50-jährigen Labeljubiläum von ECM Records im Rahmen der RE:ECM Ausstellung im Storage by Hyundai Card in Seoul, Korea.

Gegen den Hass

»Manchmal frage ich mich, wie sie das können: so zu hassen. Wie sie sich so sicher sein können. Denn das müssen die Hassenden sein: sicher. Sonst würden sie nicht so sprechen, so verletzen, so morden. Sie müssen sich sicher sein. Ohne jeden Zweifel. Am Hass zweifelnd lässt sich nicht hassen.« Anhand von konkreten Vorfällen untersucht Emcke institutionellen Rassismus, gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit und Missachtung und plädiert schließlich für eine heterogene Gesellschaft und den Humanismus.

Isolde

Die Fußgängerzone vor der Kunsthalle München: Dort taucht eine Obdachlose auf, inmitten lustvoll shoppender, gut gekleideter Menschen. In der Hoffnungslosigkeit ihrer Existenz verklärt sie alles Gewöhnliche zu Kunst. Geräusche aus ihrer Erinnerung fügen sich ein in eine Orchestrierung des urbanen Klangraums. Alles, was sie hört, wird zu einem weltumfassenden Gesang, in dem sie wie Wagners Isolde Erlösung durch Tod und Wiederauferstehung in der Liebe findet.

INSIDE MPHIL – FAQ zur App

"Inside MPhil - St. Nikolai" platziert die Münchner Philharmoniker virtuell auf die Wiese neben der Kirche St. Nikolai. Sie können die Orchestermusiker erleben, als wären sie tatsächlich dort aufgestellt. Mit der GPS-gesteuerten App für Android und iOS Smartphones und einem Kopfhörer können Sie klanglich in das Orchester hineingehen und dabei die Instrumente so hören, als würden Sie unmittelbar neben ihnen stehen.

Musiktheater und Digitalität

Der mit der Digitalisierung verbundene Wandel von Linearität zu Nicht-Linearität geht einher mit einer Veränderung des Empfindens von Kunst und Kultur. Wir haben jetzt die Chance, unsere Co-Existenz mit den Algorithmen zu gestalten, nicht nur gesellschaftlich und politisch, sondern insbesondere auch künstlerisch.