Sounddesigner, Komponist, Regisseur
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Bruder Eichmann

»Tod durch den Strang« lautet 1961 in Jerusalem das Urteil gegen Adolf Eichmann, den Planer und Organisator des Holocaust. In einem der meist beachteten Gerichtsprozesse der Nachkriegszeit kommen unerträgliche Details über die nationalsozialistische Vernichtungsmaschinerie und deren Täter*innen ans Licht der Weltöffentlichkeit, denn der Angeklagte redet. Musik und Sounddesign für die Inszenierung von Thomas Jonigk am Schauspiel Köln.

Pension Schöller

Die Uraufführung von Pension Schöller fand 1890 in Berlin statt, wurde mehrfach verfilmt und sorgt seither regelmäßig für Tränen im Theater, natürlich vor Lachen. Thomas Jonigk unterzieht das Stück einer grundsätzlichen Bearbeitung und verfrachtet das vermeintlich harmlose Lustspiel in unsere bundesrepublikanische Realität, in der die Grenzen zwischen Wahn, Groteske, Alptraum und politischem Alltag oft nicht mehr zu ziehen sind. Staatstheater Kassel, Uraufführung 2. Juli 2021

MLure.art

Die meisten meiner aktuellen Blogging-Aktivitäten finden derzeit hier statt: https://MLure.art ist ein neuer zentraler Blog, der sich mit künstlerischen Forschungsprojekten zum maschinellen Lernen (= Künstliche Intelligenz) in Theater und Musik befasst.

Analoge Neuralsynthese

Bereits 1990 wurden musikalische Experimente mit analogen neuronalen Netzwerken durchgeführt. David Tudor, eine wichtige Figur in der New Yorker experimentellen Musikszene, arbeitete mit Intel zusammen, um den allerersten analogen neuronalen Synthesizer zu bauen.

Mischung Konzertfilm Duo2KW

Ich übernahm die Mischung für dieses Konzertvideo mit sehr außergewöhnlicher Musik. DUO2KW mit Klaus-Peter Werani, Viola, und Kai Wangler, Akkordeon, haben ihr coronabedingt abgesagtes Konzert im schwere reiter für den Online-Stream produziert und wenden sich im Stream mit den Komponisten direkt an das Publikum. Zu hören und zu sehen sind Kompositionen von Morton Feldman, Sidney Corbett, Harald Lillmeyer, Stefan Prins und Philipp Mayer (UA). Dabei wird ein Bogen von der "New York School" (Morton Feldman) bis zum aktuellen Komponieren mit verschiedenen Formen von Elektronik und Zuspielung (Prins und Mayer) geschlagen.

Mephisto

Klaus Mann umriss in seinem Roman das zeitlose Tanzen auf dem Vulkan und den Sündenfall der Glamourösen. Ein Panorama seiner Zeitgenoss*innen, der Künstler*innen und Intellektuellen, Götterkinder der Goldenen Zwanziger, die vom Rausch auch nicht lassen wollten, als bereits Hakenkreuze über Babylon wehten. Vor allem aber ist der Text Porträt eines berühmten Schauspielers: Gustaf Gründgens. Inszenierung von Thomas Jonigk am Staatstheater Kassel.