Sounddesigner, Komponist, Regisseur
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xt

… und die Musik spielt immer weiter …

Als Student hatte ich es mir zur Angewohnheit gemacht, die Musik nicht auszumachen, wenn ich die Wohnung verließ aber das gerade spielende Album noch nicht zum Ende gekommen war. Mir schien es respektlos der Musik gegenüber, sie einfach auszuschalten. Das, was da so in Schwingung gebracht wurde, sollte zu Ende schwingen dürfen. Über die Entstehung von "Small Places", einer Klanginstallation zum 50-jährigen Labeljubiläum von ECM Records im Rahmen der RE:ECM Ausstellung im Storage by Hyundai Card in Seoul, Korea.

Gegen den Hass

»Manchmal frage ich mich, wie sie das können: so zu hassen. Wie sie sich so sicher sein können. Denn das müssen die Hassenden sein: sicher. Sonst würden sie nicht so sprechen, so verletzen, so morden. Sie müssen sich sicher sein. Ohne jeden Zweifel. Am Hass zweifelnd lässt sich nicht hassen.« Anhand von konkreten Vorfällen untersucht Emcke institutionellen Rassismus, gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit und Missachtung und plädiert schließlich für eine heterogene Gesellschaft und den Humanismus.

Isolde

Die Fußgängerzone vor der Kunsthalle München: Dort taucht eine Obdachlose auf, inmitten lustvoll shoppender, gut gekleideter Menschen. In der Hoffnungslosigkeit ihrer Existenz verklärt sie alles Gewöhnliche zu Kunst. Geräusche aus ihrer Erinnerung fügen sich ein in eine Orchestrierung des urbanen Klangraums. Alles, was sie hört, wird zu einem weltumfassenden Gesang, in dem sie wie Wagners Isolde Erlösung durch Tod und Wiederauferstehung in der Liebe findet.

INSIDE MPHIL – FAQ zur App

"Inside MPhil - St. Nikolai" platziert die Münchner Philharmoniker virtuell auf die Wiese neben der Kirche St. Nikolai. Sie können die Orchestermusiker erleben, als wären sie tatsächlich dort aufgestellt. Mit der GPS-gesteuerten App für Android und iOS Smartphones und einem Kopfhörer können Sie klanglich in das Orchester hineingehen und dabei die Instrumente so hören, als würden Sie unmittelbar neben ihnen stehen.

Musiktheater und Digitalität

Der mit der Digitalisierung verbundene Wandel von Linearität zu Nicht-Linearität geht einher mit einer Veränderung des Empfindens von Kunst und Kultur. Wir haben jetzt die Chance, unsere Co-Existenz mit den Algorithmen zu gestalten, nicht nur gesellschaftlich und politisch, sondern insbesondere auch künstlerisch.

Romeo & Julia

Mal wieder "Romeo & Julia". Same same but different. Im Pflegeheim singt der "Vergissmeinnicht-Chor" gegen das Vergessen an. Inszenierung von Luk Perceval am Bolshoi Drama Theater St. Petersburg.

Rosa oder Die barmherzige Erde

In diesem "Another kind of Romeo & Juliet", wie Regisseur Luk Perceval seinen Abend auch nennt, schlüpft Tobias Moretti in die Rolle des ordnungsliebenden, akribischen Bibliothekars Désiré, der aus Verdruß über sein Leben beschliesst, noch vor seinem 74. Geburtstag dement zu werden. Seine letzten Lebensjahre möchte er in Ruhe verbringen: in einem Pflegeheim. Dort sieht er Rosa wieder, die große, unerfüllte Liebe seiner Jugend, die „Julia“, die er nie vergessen konnte.

MAYA – Augmented Reality App

Die klassische Theatersituation haben wir mit der MAYA Augmented Reality App zugunsten einer installativen, Rave-artigen Situation verändert. Lebendig und präsent war als Akteur nur die Maya verkörpernde Mezzosopranistin Martina Koppelstetter. Die digitale Welt, aus der sie kam, wurde per Smartphone und AR sichtbar. Durchs eigene Smartphone diese Welt erfahrend, wandelte der Zuschauer durch die Ruine und wurde durch seine Präsenz zum Konterpart, Mayas Einsamkeit verstärkend: Die Zuschauer verwandelte sich in eine durchs Smartphone gaffende Menge, gegen die MAYA ansingen musste.