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Juni 26

CORPUS, eine Idee von Anfang 2021

Die Idee zu CORPUS stammt von Anfang 2021. Aus Sicht der Musik-KI ist das eine extrem lange Zeit. Entstanden ist die Idee, als keiner den Lösungsvorschlag verstanden hätte, weil keiner das Problem verstanden hätte. Das war vor dem ChatGPT-Moment.

Ich wollte das auch nie umsetzen. Ich wollte kein Tech-Unternehmen gründen und schon gar nicht so etwas wie eine GEMA 2.0 werden. Tja, und wo finde ich mich jetzt wieder? Genau da drin.

Für alle, die das Projekt nicht kennen: CORPUS baut einen fairen, diversen, lizenzierbaren Trainingskorpus für Musik-KI, mit verbrieften Anteilen für alle, die mitbauen. Mehr dazu: corpus.music

Das letzte Jahr war in der Musik-KI ein wildes Jahr. Ich dachte immer wieder, jetzt müssten wir uns neu erfinden. Aber die grundsätzliche Hypothese ist unverändert gültig. Das ist das Erstaunliche. Das, woran wir arbeiten, ist genauso notwendig wie vorher.

Und ich merke es in den Diskussionen: beim WIPO-Forum, in Gesprächen mit der GEMA, mit Urheberrechtsanwälten, mit den Katalog-Inhabern, mit denen wir gerade die ersten strategischen Partnerschaften schließen, und mit den Industriepartnern, die unsere künftigen Modelle einsetzen wollen. Sie wollen sich mit der Musik-Community verbinden. Sie wollen Authentizität, und die bekommen sie über die Geschichte, die in diesem Korpus steckt. Immer wieder kommt zurück, dass das substanziell wertvoll ist, was wir da machen.

Das freut mich. Ob es auch gewollt wird, wird sich zeigen, über die nächsten Monate und Jahre. Der Vorschlag ist jedenfalls in der Welt, wir sind in der Public Beta. Macht mit und erzählt es euren Freunden: app.corpus.music

Foto: Hamburg Kreativ Gesellschaft

#CORPUS #MusicAI #TrainingData #MusicIndustry

Kassandra-Probe. Mit Chorleiter Hagen Enke.

16

Feb. 26

Einladung zur Uraufführung von Kassandra (Theater Bielefeld)

Kassandra-Probe. Mit Chorleiter Hagen Enke.

KASSANDRA

Uraufführung Sa, 21. Februar
Weitere Vorstellungen: 27.2., 3.3., 7.3., 17.3., 12.4., 24.4., 19.5.
Info & Tickets: https://www.buo-bielefeld.de/theater/veranstaltung/kassandra

Kassandra in Bielefeld ist für mich ein seltenes Beispiel dafür, dass Musiktheater wirklich als gemeinsamer Prozess entstehen kann: nicht als fertiges Werk, das man abliefert, sondern als kollaborative Entwicklung zwischen Regie, Schauspiel, Chor und Orchester.

Ich habe die Entstehung dieses Abends in einem Blogtext beschrieben.

25

Jan. 26

KASSANDRA in Bielefeld

Ja, ja, Bielefeld gibt’s nicht. Und Bielefeld gibt’s eben doch. Ich kann’s euch versprechen: Ich bin hier. Und zwar auch noch die nächsten vier Wochen.

Am 21. Februar bringen wir am Theater Bielefeld KASSANDRA von Christa Wolf auf die Bühne. Mit Christina Huckle als Kassandra, in der Inszenierung von Nadja Loschky, die hier auch Intendantin ist, in der Fassung von Yvonne Gebauer und Nadja.

Und natürlich – ja – die Musik ist von mir konzipiert. Aber nicht nur von mir, sondern vor allem von meinem Kompositionspartner Stefan Behrisch.

Und eigentlich ist das Ganze sowieso eine Teamarbeit: Mathis Mayr am Cello, improvisierend durch den Abend, verbindend; Jörg Hüttner im Kompositionsteam für alles, was Synthese und elektronische Klangräume angeht; und zusammengehalten wird das Ganze von unserer großartigen musikalischen Leiterin Anne Hinrichsen.

Unser Stück wird kein klassisches Schauspiel und kein klassisches Musiktheater. Es ist ein Schauspielmonolog mit Orchester und Chor. Also genau so ein Format, das im Theaterbetrieb eigentlich nicht vorgesehen ist – oder zumindest nicht wirklich.

Als Nadja mich gefragt hat, ob ich das machen will, hatte ich große Vorbehalte. Nicht, weil ich keine Lust hatte – im Gegenteil. Ich träume seit Jahren davon, Schauspiel und Musiktheater wirklich zusammenzubringen. Aber ich weiß eben auch, wie unterschiedlich diese beiden Sparten funktionieren, organisatorisch, strukturell und mental.

Und dann kam ich hierher zu den ersten Gesprächen und fand ein Haus vor, das man nicht umsonst mehr als einmal zum Theater des Jahres gewählt hat. Ich habe ziemlich schnell verstanden, warum.

Die Leute hier haben Lust, etwas zu machen. Sie murren nicht, dass es keine gebundene Partitur gibt, sondern nur eine Loseblattsammlung. Alle wissen, dass das Vorhaben Risiken birgt. Und alle haben Bock, genau dieses Risiko einzugehen.

Die Proben laufen seit zwei Wochen. Ich war zwischendurch wieder 10 Tage in München. Und ab morgen beginnt der Endspurt: vier Wochen bis zur Premiere.

Ich freu mich drauf. Sehr.

Webseite des Theaters Bielefeld mit weiteren Terminen:
https://www.buo-bielefeld.de/theater/veranstaltung/kassandra

12

Dez. 25

Cabaret Premiere

Heute feiert die neue Cabaret-Inszenierung von Claus Guth am Residenztheater München Premiere. Ich war für die Soundkompositionen verantwortlich. Gemeint ist damit der Klang in den Momenten zwischen den Songs – also das, was die einzelnen Nummern miteinander verbindet, ohne selbst ein Lied zu sein.

Mehr hier

15

Okt. 25

CORPUS LIVE am 27.10.2025

Die Zukunft der Musiklizenzierung im Zeitalter der KI – erklärt an einem Abend.

Wenn ihr schon mal von CORPUS gehört habt, dann wahrscheinlich nur am Rande. Und das, was ihr gehört habt, klang vermutlich komplex. Stimmt auch.

Wir versuchen, ein komplettes Ökosystem zu gestalten – eines, das Musiker:innen, Urheber:innen und Kreative mit Nutzer:innen, industriellen Anwendern und KI-Entwicklern verbindet. Alles in einem gemeinsamen Daten- und Wertkreislauf.

Das Diagramm oben zeigt genau das: Wie aus Musik Daten werden, wie aus Daten Werte entstehen – und wie diese Werte wieder zu den Menschen zurückfließen, die sie ermöglichen.

Am 27. Oktober stellen wir das ganze System bei CORPUS LIVE im Münchner Schwere Reiter vor.
Mit Keynote von Matthias Hornschuh, Musik von Tetra Brass und dem Paranormal String Quartett, und Einblicken in die Contribution-Plattform.

Eintritt frei, Anmeldung: https://rausgegangen.de/en/events/corpuslive-0/

Programm: https://crps.ai/live

17

Juni 25

CORPUS ist da

CORPUS ist da — ein neues Projekt für alle, die glauben, dass die Zukunft der Musik mit Künstler*innen gestaltet werden muss, nicht gegen sie.

Ich habe mein Leben damit verbracht zu erforschen, wie neue Technologien künstlerische Räume öffnen können — von Opern und Klanginstallationen bis zu immersiven Umgebungen. Jetzt, wo KI die Spielregeln kreativer Arbeit verändert, wird eine Frage dringlich: Wie stellen wir sicher, dass dieser Wandel Musiker*innen zugutekommt?

CORPUS ist unsere Antwort. Wir bauen das erste hochwertige, ethische und rechtlich saubere Musikkorpus für das Training von KI — geschaffen von echten Musikerinnen, die für ihre Beiträge fair entlohnt werden. Kein Scraping. Keine Ausbeutung. Sondern ein System, in dem Künstlerinnen im Zentrum der technologischen Entwicklung stehen.

KI kann Kreativität nicht ersetzen — aber sie kann neue Ausdrucksformen ermöglichen. Mit der richtigen Grundlage bauen wir Werkzeuge, die das Machbare erweitern, statt nur Vorhandenes zu automatisieren.

CORPUS ist mehr als ein Datensatz. Es ist eine Bewegung. Ein Weg, dafür zu sorgen, dass KI in der Musik echte künstlerische Werte widerspiegelt — und im menschlichen Umgang mit Klang verwurzelt bleibt.

Lies meinen Blogpost und besuche die CORPUS-Website:

18

Juli 24

Künstlerin Taryn Simon: Die Kunst des Trauerns

Louisiana Channel veröffentlichte den Dokumentarfilm über Taryn Simon und ihre Klanginstallation „Start Again The Lament“, bei deren Realisierung ich ihr in der Cisternerne Kopenhagen geholfen habe.

4

Juli 24

Heute Premiere in Aix-en-Provence: SAMSON

Heute feiert die Oper “Samson” von und nach Jean-Philippe Rameau (1683-1764) im Theatre L’Archêveché in Aix-en-Provence ihre Uraufführung.

Info: https://festival-aix.com/en/programmation/opera/samson

oder

SAMSON

20

Juni 24

Sei uns sicher

Ende Juni gibt es eine neue Theaterarbeit von Gesche Piening, zu deren Uraufführung sie im Zirka, dem Zentrum für interdisziplinäre Raum- und Kulturarbeit im Kreativquartier, einen Theaterparcours von sechs Panikräumen aufbaut, in dem sich das Publikum in einem ca. einstündigen Rundgang in einem risikofreien Ambiente mit gemachten und gewachsenen Ängsten auseinandersetzen, seine Wahrnehmungen überprüfen und sich seinem vielschichtigen Bedürfnis nach Schutz, Stabiliät und Sicherheit bewußt werden kann.

Ich habe dazu ein wenig Musik beigetragen, unter anderem die im Trailer zu hörende.

Uraufführung
Freitag, 28. Juni 2024 ab 15.30 Uhr
Samstag, 29. Juni 2024 ab 15.30 Uhr
im ZIRKA (Dachauer Str. 110 c, 80636 München)

Der Parcours startet ab 15.30 Uhr alle 10 Minuten und dauert von Start bis zum Ende 60 Minuten.

Tickets gibt es hier:
t.rausgegangen.de/tickets/shop/hochx-theater-und-live-art=sei+uns+sicher

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