MAYA in der Ruine des Heizkraftwerks Aubing

5 Fragen an Mathis Nitschke zu MAYA

Wie und wann ist die Idee zu „Maya“ entstanden?

Der Architekt Peter Haimerl machte mich 2015 auf sein damals noch aktuelles Vorhaben aufmerksam, aus der Ruine des Heizkraftwerks Aubing einen Konzertsaal zu machen. Da ich eine große Liebe für Ruinen habe, stieg ich gleich dort ein und war überwältigt von der Dimension und Aura dieser Halle. Die darin verbliebenen Öfen aus der Nazizeit, die Fensterfronten, die mich an die Fassadentrümmer von 9/11 erinnerten, das bajuwarische Reihengräberfeld nebenan, die Bäume draußen, die ihre Blätter verloren haben, all diese Eindrücke ließen schnell den Wunsch in mir aufkommen, genau da ein Stück Musiktheater über das Sterben zu machen. Weiterlesen

Ansichten eines Clowns

Über die Arbeit als Komponist am Sprechtheater

Dieser Artikel wendet sich vornehmlich an junge Musik- und Tonschaffende, die sich für die Arbeit am Sprechtheater interessieren. Ich selbst war und bin seit klein auf theaterbegeistert und hab darüber sogar mein Abitur eingebüßt: irgendwann verbrachte ich mehr Zeit in einem Münchner Privattheater (Gunnar Petersens Theaterzelt Das Schloss) als in der Schule. Damals, vor rund 25 Jahren, habe ich technisch extrem fortschrittlich (als erstes Theater in München mit digitaler Schneide- und Zuspieltechnik) und sehr experimentell gearbeitet. Viele der damaligen Surround- und Klangraumexperimente müssen sich auch vor heute üblichen Produktionsstandards nicht verstecken. Weiterlesen

VERGEHEN

Über die Entstehung von VERGEHEN


VERGEHEN ist eine Oper, die man sich erläuft. Um sie zu erleben, lädt man sich eine App (Android oder iOS). Durch den GPS-Empfänger weiß Ihr Smartphone, wo in der Welt Sie sich gerade befinden. Als App nutzt „Vergehen“ diese Informationen, um ortsspezifische Musik abzuspielen. Mehr zum Projekt hier: >>>

Technische Fragen zur App werden hier beantwortet: >>>

VERGEHEN findet an der Isar statt. Wieso gerade an diesem Ort?

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Corporate events and high artistic standards aren’t contradictions but lead to a long-standing experience

A German DAX enterprise together with the live communication agency trendhouse Munich commissioned me to create the musical concept for a classy and ambitious internal ceremony with awards for the most succesful sales representatives. The location chosen for this incentive was Iceland and my assignment was to develop a moving and enthralling musical dramaturgy, preferably coming entirely out of Icelanding culture.

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Artist Talk @ University of Glasgow

The School of Culture and Creative Arts at Glasgow University, in association with the Goethe Institute and Sonica/Cryptic, invited me for an artist talk about my operatic endeavors.
The hosts were Michael Bachman (Theatre Studies), Björn Heile (Music) and Ann-Christine Simke (Goethe Institute). It took place September 27th, 2016 at the Gilmorehill Centre for Theatre, Film and Television at University of Glasgow.

In my artist talk, I reflected on my pre-operatic background as a composer, sound designer and conceptual artist. Closer looks are given on the developments of my operas JETZT, HAPPY HAPPY, VERGEHEN, VIOLA and KATHARINA, including video footage of these works. The talk ended with a Q&A session.

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Künstlergespräch zu KATHARINA

Künstlergespräch mit Martina Koppelstetter und Mathis Nitschke, moderiert von Hasan Veseli, anläßlich der Aufführungen von KATHARINA, eine Operninstallation im öffentlichen Raum.

Es fand statt am 16.9.2016 im DER Reisebüro an der Münchner Freiheit.
Projekt-Webseite: http://katharina.mathis-nitschke.com

Wir sprachen über mein Verständnis als Komponist, über die Herausforderungen und Chancen von Oper im Allgemeinen und speziell im öffentlichen Raum, die konkreten Entstehungsgeschichten von VIOLA und KATHARINA, und über die sozialen und moralischen Fragen, die sich bei der künstlerischen Arbeit im öffentlichen Raum stellen. Weiterlesen

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Klang und Funktion

Zu der Zeit, als ich mein Auto noch selbst reparieren konnte, konnte ich den Zustand des Autos am Klang des Blinker-Relais erkennen. Dieses Klick-Klack entstand als Folge eines elektromagnetischen Schaltvorgangs. Das Relais ist ein mechanisches Bauteil, das verschleißt und mit dem Altern des Fahrzeugs seinen Klang verändert. Das Relais verharzt, das Klacken wird härter. Weiterlesen

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Jetzt hört doch mal zu!

Vortrag Eventplaza, Prolight&Sound Frankfurt, 7.4.16

„Das Publikum hört Ihnen nicht zu? Lernen Sie Denkweisen und Strategien kennen, die zu einer Eventkonzeption führen, bei der Ihr Publikum gerne zuhört. Über eine Diskussion des Phänomens Zuhörens an sich nähern wir uns den Themen ‚Klang als Identität‘ und ‚musikalische Dramaturgie‘ an, bevor wir den Vortrag mit Überlegungen dazu beschließen, wie man den Hörsinn als gleichberechtigten Partner in eine ganzheitliche Inszenierung miteinbezieht. Über das Zuhören erreichen Sie Ihr Publikum tiefer und die Inhalte wirken lange nach.“

Wer lieber liest als Video guckt, hier das Skript:

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Stars or ?

on „South Pole“ by Miroslav Srnka, premiered at the Bavarian State Opera in Munich, January 31st, 2016. (Click here for production info)

One should think that the Bavarian State opera made everything right here, didn’t they? They asked not only a living composer, but a living young composer for a huge evening-filling opera which they presented in the most ambitious way: with a Star-cast on stage, off stage and in the pit, and a wide range of surrounding offerings like a blog informing about the background story and giving insights into the production, or a pretty interesting sound installation by Moritz Gagern at the opera front door setting an ice-cold mood. A bold statement for contemporary opera, on the big stage.

So what’s the problem?

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