Sounddesigner, Komponist, Regisseur

VIOLA

Das Publikum sitzt in der Apotheke und blickt durch die Schaufenster auf den Pasinger Bahnhofplatz. Dort taucht Viola auf, eine offenbar traurige und desorientierte Frau. Sie scheint unter Schock zu stehen, den Bezug zu Zeit und Raum verloren zu haben: „Ist das jetzt Innen oder Aussen? Ist heute noch gestern?“

Happy Happy

Alternativlos. Die öffentlichen Diskussionen sind von Fatalismus geprägt. Es gibt keine Ziele mehr jenseits des Sparzwangs. In einer Art Wunderkammer versammelt HAPPY HAPPY Eindrücke, Zitate und Szenen zu einem Plädoyer an die geistige Selbständigkeit und die Mit-Menschlichkeit. Die Oper ist für eine Sängerin und Chor konzipiert, das Verhältnis zwischen Individuum und Menge erforschend. Das Lied des Einzelnen verliert sich in der Partywut der Vielen. Das Leben geht weiter. Happy Happy. (Auftrag der Nationaloper Montpellier)

Musica Viva

Klangregie für Konzerte der Musica Viva Reihe des Symphonieorchesters des Bayerischen Rundfunk, z.B. am 6. Februar 2014 mit Helmut Lachenmann und Peter Eötvös im Herkulessaal der Residenz München.

JETZT

Die Oper JETZT (Kompositionsauftrag der Nationaloper Montpellier) unternimmt den Versuch, Ideengeschichte auf poetologische Art und Weise zu erzählen. Der Mensch ist in seiner Beziehung zur Natur und sozialen Umgebung stetem Wandel ausgesetzt. Durch immer neue Beschreibungen von sich selbst und seiner Umwelt wird er sich dieses Wandels bewusst und erneuert sich. Er findet auch immer wieder eine neue Sprache dafür. Dieser Wandel der Sprache im Laufe der Menschheitsgeschichte ist das Thema der Oper. Sieben Epochen wurden dafür ausgewählt, die durch kurze Szenen über den Tod verbunden sind.

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Klang auf Schön Berg La Monte Young

Für diese Komposition von Wolfgang von Schweinitz entwickelte ich Ringmodulatoren in der alten Übertrager-Dioden-Schaltung, wie sie in den 50'er Jahren Anwendung fand. Diese Schaltung klingt grundlegend anders als die einfache digitale Multiplikation zweier Signale, wie sie heute in der digitalen Live-Elektronik verwendet wird: voller sonorer Schönheit.

Winterreise

Mit über 20 Inszenierungen zählt Elfriede Jelineks Winterreise zu den meistgespielten deutschsprachigen Theaterstücken der letzten Jahre. Für die Uraufführung an den Münchner Kammerspielen in 2011 in der Regie von Johan Simons übernahm ich die Tongestaltung und betreute viele Gastspiele.

anthropogen gestörter wuchsplatz

Tango hat wie kaum ein anderer Musikstil die Fähigkeit, neue Einflüsse aufzunehmen und zu verarbeiten. Diese Komposition konzipierte ich als inter-kulturelle Begegnung zwischen klassischen, Jazz- und Tangomusikern, um die Grenzen zwischen diesen Stilen auszuloten und zu überschreiten. Um damit den Geburtsprozess des argentinischen Tangos zu wiederholen, der als völlig neuer Musikstil aus dem Zusammenspiel der europäischen und russischen Emigranten im Hafen von Buenos Aires entstanden ist.